
Notaufnahme erhält Spende von Colin&Cie
Aller guten Dinge sind drei: Dritte 30.000 Euro-Spende für das Krankenhaus Saarlouis vom DRK. In den vergangenen zwei Jahren hat der unabhängige Vermögensverwalter Colin&Cie mit Standorten in Luxemburg und der Schweiz schon das Brustkrebszentrum des Krankenhauses Saarlouis vom DRK jeweils mit 30.000 Euro gefördert.
In diesem Jahr erhält die Zentrale Notaufnahme einen weiteren Spendenbetrag in gleicher Höhe. Die Mittel werden eingesetzt, um die Patientenversorgung in diesem bedeutenden Bereich der Akutversorgung weiter zu verbessern.
Die Zuwendung stammt aus der „Social Responsibility Initiative“ von Colin&Cie. Mit diesem Engagement verbinden die Kundinnen und Kunden des Unternehmens nachhaltigen Vermögensaufbau mit sozialer Verantwortung, indem sie einen Teil ihrer Erträge für lokale Hilfsprojekte an den Standorten von Colin&Cie spenden. Ziel ist es, Armut zu bekämpfen und die Gesundheitsversorgung zu stärken. Mit dem diesjährigen Fördervolumen von 280.000 Euro werden insgesamt elf Projekte in Luxemburg, dem Saarland, Rheinland-Pfalz sowie in vier Schweizer Kantonen unterstützt.
Zur symbolischen Scheckübergabe in Saarlouis besuchten Bernd Klingbeil und Roman Awischus von Colin&Cie Mitte August die Zentrale Notaufnahme. Im Gespräch erläuterte die leitende Ärztin Iris Fresen: „An 365 Tagen im Jahr, rund um die Uhr, ist die Notaufnahme die erste Anlaufstelle für Menschen mit plötzlich auftretenden Erkrankungen oder Verletzungen, die eine akute medizinische Versorgung benötigen. Unsere Aufgabe ist es, die Dringlichkeit der Behandlung schnell einzuschätzen, lebensbedrohliche Situationen sofort zu erkennen und die notwendige Versorgung einzuleiten.“
Die Anforderungen an die Notfallversorgung sind in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Sowohl die Zahl der Patientinnen und Patienten als auch die Komplexität der Fälle haben zugenommen. Im Jahr 2025 wurden fast 25.000 Patientinnen und Patienten in der Notaufnahme am Krankenhaus Saarlouis vom DRK behandelt. Im laufenden Jahr ist mit knapp 16.000 Fällen bis Juli eine steigende Tendenz schon jetzt deutlich zu erkennen. „Trotz des Patientenaufkommens und des steigenden personellen und sachlichen Ressourcenbedarfs ist die aktuelle Refinanzierung der ambulanten Notfallversorgung schon jetzt nicht hinreichend“, erklärt Geschäftsführer Matthias Adler. „Mit der beschlossenen Spar-Reform des BMG steigt ab 2027 der Druck auf die Krankenhäuser weiter, da die ambulanten Fälle in den Praxen zukünftig geringer vergütet werden und der Termin- und Versorgungsdruck bei ambulanten Notfällen in den Notaufnahmen der Kliniken weiter steigen wird.“ Durch die alternde Bevölkerung müssen zudem immer häufiger Menschen mit mehreren Vorerkrankungen versorgt werden. Ihre Behandlung erfordert schnelle Entscheidungen sowie die enge Zusammenarbeit in multiprofessionellen Teams aus Ärztinnen, Ärzten, Pflegekräften und weiteren medizinischen Fachkräften.
Ein Teil der Fördermittel von Colin&Cie wird deshalb in die Weiterbildung der Mitarbeitenden und professionelle Notfalltrainings investiert. In realitätsnahen Übungen trainieren multiprofessionelle Teams die Versorgung kritischer Notfälle und optimieren ihr Zusammenspiel in herausfordernden Situationen. Ziel ist es, auch unter Zeitdruck sowie in komplexen oder lebensbedrohlichen Lagen eine schnelle, koordinierte und sichere Versorgung der Patientinnen und Patienten zu gewährleisten. Zudem werden zwei mobile Laptop-Arbeitsplätze angeschafft, um Patientendaten und Vitalparameter auch in zusätzlichen Behandlungsräumen schnell und zuverlässig erfassen zu können. Für die Versorgung des steigenden Anteils betagter Patientinnen und Patienten mit Einschränkungen der Mobilität sollen darüber hinaus Transportstühle mit Liegefunktion, integriertem Infusionsständer und pflegerischer Zusatzausstattung beschafft werden.
Die beiden Vertreter von Colin&Cie zeigten sich beeindruckt und in ihrem Engagement bestärkt. „Gemeinsam mit unseren Kundinnen und Kunden möchten wir einen Beitrag zu einer starken Gesundheitsversorgung leisten. Mit der Unterstützung der Zentralen Notaufnahme im Krankenhaus Saarlouis vom DRK können wir dieses Anliegen regional verankert, erlebbar und glaubwürdig verwirklichen.“
Wir danken Bernd Klingbeil und Roman Awischus herzlich für die Zeit, die sie sich für einen kleinen Rundgang durch die ZNA und die wertvollen Gespräche genommen haben!
Auf dem Foto zu sehen: (v.l.n.r.) Dr. med. Anca Mihai (Fachärztin), Lena Margheritis (pflegerische Leitung), Iris Fresen (leitende Ärztin), Roman Awischus (Colin&Cie), Geschäftsführer Matthias Adler, Bernd Klingbeil (Colin&Cie), Nicole Müller (stv. pflegerische Leitung) und Dr. med. Johannes Bettscheider (Ärztlicher Direktor)


